Innovationspotenzial als Faktor zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des sächsisch-böhmischen Grenzraums


èesky

deutsch

Inhalt und Arbeitspakete

Das Projekt "INPOK - Innovationspotenzial als Faktor zur Erhöhung der Konkurrenzfähigkeit des sächsisch-böhmischen Grenzraums" knüpft an ein Vorbereitungsprojekt mit dem Titel "Analyse des Innovationspotenzials in der Euroregion Elbe/Labe" an, das die J. E. Purkynì Universität Ústí n. L. in Kooperation mit der TU Dresden, Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeographie Südost- und Osteuropas vom 01.02.2011 bis zum 30.09.2011 bearbeitete. Das Ziel des Vorbereitungsprojekts war die Analyse der Datengrundlage, statistischer Materialien, konzeptioneller Dokumente sowie die Quantifizierung des Umfangs, des Inhalts, der räumlichen Auswirkung und der potenziellen Wirkung der Aktivitäten von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie Unternehmen auf die regionale Entwicklung der Euroregion Elbe/Labe. Damit konnte eine Basis für die Bearbeitung des weiterführenden Projekts INPOK gelegt werden.

Das Ziel des Projekts INPOK ist die Erhöhung der wirtschaftlichen Konkurrenzfähigkeit des sächsisch-böhmischen Grenzraums durch den Aufbau von Kooperationsbeziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie deren Unterstützung durch öffentliche Strukturen. Einerseits soll der Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft beschleunigt werden. Andererseits soll die Innovationstätigkeit der Unternehmen durch gemeinsame Entwicklungsvorhaben von Unternehmen und Forschungseinrichtungen gefördert werden.

Im Rahmen des Projekts erfolgen empirische Untersuchungen, Workshops mit Vertretern aus Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie kommunalen Strukturen im Untersuchungsgebiet, um einen Überblick zum IST-Stand der Region zu erhalten. Aufbauend darauf entstehen Handlungsempfehlungen (zweisprachig), die die vorhandenen Rahmenbedingungen, das Konzept eines grenzübergreifenden Netzwerkes sowie die dafür notwendigen Voraussetzungen beschreiben. Ebenso werden good-practice-Beispiele erfolgreicher Kooperation ermittelt und aufbereitet.

Das Projekt trägt langfristig zu einer weiteren Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei, nicht nur im Rahmen des akademischen Umfelds, sondern vor allem in der Praxis (z. B. trägt es zur Vereinfachung der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern im Grenzraum bei). Zur Vertiefung der interkulturellen Zusammenarbeit und zur Knüpfung von Kontakten werden bilaterale Workshops, Innovationsbörsen und Besuchsprogramme veranstaltet.

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Beschreibung der Arbeitspakete - die Voraussetzung

Arbeitspaket 1: empirische Untersuchungen

Dieser Arbeitsschritt konzentriert sich auf die Analyse der derzeit gegebenen Bedingungen des sächsisch-böhmischen Grenzraumes als Raum für Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Für eine quantitative Erfassung der Rahmenbedingungen werden spezifische Fragebögen eingesetzt, die sich an Unternehmen, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, öffentliche Verwaltung sowie intermediäre Einrichtungen (z. B. IHK, Transferzentren) richten. Die sich anschließenden qualitativen Befragungen, die mit Vertretern der genannten Zielgruppen durchgeführt werden, dienen der Vertiefung der quantitativ erzielten Ergebnisse.

Arbeitspaket 2 Transferveranstaltungen und Workshops

Praktisch bereits erprobte Transferformate, wie Besuchsprogramme und Innovationsbörsen, werden auf die Bedürfnisse grenzüberschreitender Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft angepasst, durchgeführt und auf ihre Wirksamkeit geprüft.

Der gegenseitige Besuch von Unternehmern und Forschergruppen im sächsisch-böhmischen Grenzraum in Form eines Besuchsprogramms trägt zur Knüpfung tragfähiger Kontakte durch den Aufbau einer persönlichen Vertrauensbasis bei. Das Besuchsprogramm zielt vor allem darauf, laufende Forschungsarbeiten vorzustellen und den Unternehmen langfristig orientierte Anknüpfungspunkte für mögliche Kooperationen aufzuzeigen. Das Kennenlernen von Interessen und Problemen der jeweils anderen Seite steht dabei im Mittelpunkt.

Regelmäßig, in Messeform durchgeführte Innovationsbörsen dienen als Medium für die Präsentation neu entwickelter Produkte und Verfahren. Hierfür werden gezielt Unternehmer/innen und Forscher/innen eingeladen, die sich mit ähnlich gelagerten Themenfeldern beschäftigen. Die Innovationsbörse eröffnet den Teilnehmer/innen die Chance, sich in kurzer Zeit und an einem Standort konzentriert, über ein breites Spektrum innovativer Lösungen aus der Wissenschaft und der Wirtschaft zu informieren sowie direkt miteinander in Kontakt zu treten.

Arbeitspaket 3: Ausarbeitung der angewandten Forschungsstudie

Arbeitspaket 4: Öffentlichkeitsarbeit

Im Laufe des Projekts werden begleitende Materialien erarbeitet, die über den aktuellen Stand informieren. Diese werden der Öffentlichkeit auf der Web-Seite des Projekts sowie in Form von Pressemitteilungen zugänglich gemacht.


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